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Stützpunkt

 

Details:

Bauzeit: von 1989-1991
Baukosten: rund 5,6 Mio. DM (ca. 2,8 Mio Euro)
Umbaute Fläche 9300 m²
Stellplätze: 9 (inkl. Waschhalle)
Schlauchturm: Höhe 23m
Kapazität: 120 Schläuche
Möglichkeit für Abseil- und Leiterübungen
Ausstattung:

– Funkzentrale
– Atemschutzwerkstatt
– Schlauchpflegeanlage
– Schlauchlager
– Feuerlöscherwerkstatt
– Werkstatt
– Fernmeldewerkstatt
– Schwerlastregallager

Weitere Räume: – 2 Schulungsräume
– Bereitschaftsraum
– Küche
– Kleiderkammer
– Katastrophenschutzlager
– Umkleideräume Damen/ Herren
– Wasch- und Duschgelegenheiten
– Vereinslageranbau 2001
Freiübungsfläche: 1.400m².
Architekten/ Bauleitung: Borchers, Metzner, Kramar aus Darmstadt

 

 

 

Feuerwehrstützpunkt feiert 20jähriges Bestehen

Ein kleiner Rückblick – von Werner Flechsenhar

Heute jährt sich zum 20. Mal ein denkwürdiger Tag für die Feuerwehr Babenhausen. Am 07.04.1991 konnten die Brandschützer ihr neues Zuhause in der Seligenstädter Strasse 23a beziehen. Damit endete ein langjähriges Hin und Her um eine neue, zeitgemäße und den Anforderungen entsprechende Unterkunft.

14 Jahre Planung – 20 Monate Bauzeit

Was im Jahr 1975 als unbedingte Notwendigkeit festgestellt wurde, brauchte einen langen Atem bis zur Verwirklichung. Erweiterungs- bzw. Neubauwünsche der Feuerwehr in Verbindung mit einem Beschluss des Kreistages eine Stützpunktfeuerwehr zu errichten bildeten die Grundlage für zahlreiche Überlegungen zur Zukunft der Feuerwehr und ihrer Einrichtungen. Im Grundsatz war also klar, dass die bisherige Lösung nur ein Provisorium sein konnte.

Und dennoch zeigte sich sehr schnell eine Babenhäuser Besonderheit: In der Notwendigkeit unumstritten, wurde das Projekt von der Politik aufgeweicht und zerrieben. Zahlreiche Vorschläge von der Renovierung bis zum Neubau an verschiedenen Orten wurden diskutiert und verworfen, neu aufgelegt und erneut verworfen. Endlose und im Kern auch fruchtlose Diskussionen in allen städtischen und politischen Gremien zogen sich wie ein roter Faden durch eine schier endlose Geschichte. Auf die Bedürfnisse der Feuerwehr und die Sicherheit der Bürger wurde dabei nur bedingt Rücksicht genommen.

Feuerwehrmänner quittieren den Dienst

Das andauernde politische Gezänk die bis dahin aussichtslose Lage und zahlreiche aber letztendlich abgelehnte Vorschläge zur Neupositionierung, incl. der Alternative Komplettrenovierung des bestehenden Provisoriums in der Fahrstrasse führten im Mai 1986 zu einer Aufsehen erregenden Aktion der Einsatzkräfte: Im Rahmen einer Stadtverordnetenversammlung legten 45 Aktive ihren Dienst nieder und überreichten den politisch Verantwortlichen ihre Funkalarmempfänger. Der Aha-Effekt war auf der Seite der Feuerwehr, sogar überregionale Zeitungen und das Hessen Fernsehen berichteten über die bis dahin einzigartige Aktion. Da sich aber die Führung der Feuerwehr sehr wohl ihrer Verantwortung für die Sicherheit der Bürger Babenhausens bewusst war, wurden vom damaligen Stadtbrandinspektor Grimm zahlreiche Aktive zur Weiterführung ihres Dienstes und zur Sicherstellung des Brandschutzes „zwangs"verpflichtet. Selbstverständlich wurde diese Verpflichtung ohne Zögern umgesetzt.

Was lange währt wird dann auch in Babenhausen gut

Dieser bis dahin in Deutschland einmalige Vorgang und der Zufall brachten dann Bewegung in die Angelegenheit Feuerwehrstützpunkt: Ein ausreichend großes und verkehrsgünstig angebundenes Gelände in der Seligenstädter Strasse, eine ehemalige Gärtnerei, wurde der Stadt zum Kauf angeboten. Und was niemand für möglich gehalten hatte passierte dann doch: Die politisch Verantwortlichen der Stadt fanden zusammen und der neue Standort für den Stützpunkt Babenhausen war gefunden. Trotz Konsens aller Beteiligten und Dringlichkeit der Angelegenheit dauerte es aber noch bis zum Jahr 1987, bis endlich der Architektenwettbewerb öffentlich ausgeschrieben wurde.

Spatenstich im Juli 1989

Im Frühsommer 1989 wurden von Land und Kreis der Bauzuschuss zugesagt und die erforderlichen Arbeiten vergeben. Und plötzlich ging alles ganz schnell: Im Juli 1989 wurde der erste Spatenstich durchgeführt, im September des gleichen Jahres erfolgte die Grundsteinlegung und im Februar 1990 wurde schon Richtfest gefeiert. Die Arbeiten gingen flott voran und 20 Monate nach dem Spatenstich war der große Tag gekommen: Am 6. und 7. April wurde der Feuerwehrstützpunkt Babenhausen seiner Bestimmung übergeben. Der akademische Teil mit Politprominenz wurde auf den 6. April terminiert und die offizielle Übergabe erfolgte am 7. April 1991. An einem erstmals durchgeführten Tag der offenen Tür präsentierte sich die Feuerwehr Babenhausen der Öffentlichkeit und konnte voller Stolz ihr neues Heim übernehmen.

Investition in Millionenhöhe – und endlich abgasfreies Umziehen

Endlich war auch die Zeit der Provisorien überwunden, ein funktionstüchtiges und den Erfordernissen der Zeit entsprechendes Gebäude war vollendet. Endlich vorbei die Zeit der beengten Ausfahrten in der Fahrstrasse und noch wichtiger: jetzt konnte die Schutzkleidung ohne Einatmen von Abgasen und mit genügend Platz angezogen werden. Aber auch Toiletten auf der Höhe der Zeit und die Möglichkeit nach den Einsätzen zu duschen waren für die Feuerwehrangehörigen eine gänzlich neue Erfahrung. Und so waren die Baukosten von 5.600.000 DM (2.863.234€) eine für Babenhausen und die Sicherheit der Bürger und die Einsatzkräfte der Feuerwehr absolut lohnende Investition.

Feuerwehrstützpunkt heute

20 Jahre Stützpunkt bedeuten vor allem zwanzig Jahre Dienst für den Bürger, nicht nur bei ca. 2.500 Brand- und Hilfeleistungs-Einsätzen in dieser Zeit, bei ungezählten Absperrdiensten zur Unterstützung der Babenhäuser Vereine und bei vielen Gourmet- Einsätzen der Feldküche: Langweilig wird ein Feuerwehrleben nie. Vor allem auch, weil das Thema Weiterbildung eine vordringliche Rolle spielt. Denn um sich den Erfordernissen der Zeit anzupassen, müssen viele Lehrgänge und Seminare, auf Kreisebene und in der Feuerwehrschule in Kassel besucht werden. Schulungsabende, Übungen und Erste-Hilfe-Kurse bilden das Gerüst für die Weiterbildung auf Standortebene. Und im Jahr 1991 wurde der Stützpunkt Babenhausen zu einem der Ausbildungsstandorte im Kreis Darmstadt-Dieburg. Grund- und Truppführerlehrgänge, sowie Seminare zur Höhensicherung werden in regelmäßigen Abständen durchgeführt, kulinarisch unterstützt vom Küchenteam der Wehr. Den Grundlehrgang 2010 hat übrigens auch unsere Bürgermeisterin erfolgreich absolviert. Von den Anforderungen an den Feuerwehrdienst war sie sichtlich beeindruckt.

Nicht vergessen werden soll aber auch der jährliche Höhepunkt im Babenhäuser Veranstaltungsleben: Jedes Jahr am 3. Samstag im Juli findet das traditionelle und allseits beliebte Sommernachtsfest statt. Hier treffen sich Jung und Alt um gemeinsam zu feiern und honorieren auf diese Weise auch die Arbeit der Feuerwehr im kulturellen Bereich.

Übrigens sind Interessenten für den Feuerwehrdienst immer gerne gesehen. Wenn sie also das Aktiven-Team der Feuerwehr Babenhausen unterstützen wollen, dann können sie jeden Donnerstag (Feiertage ausgenommen) zum „Schnuppern" in den Stützpunkt kommen – wir freuen uns auf ihre Unterstützung.

Lehrgänge

  Der Stützpunkt Babenhausen ist ein Ausbildungsstandort der Feuerwehren des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Es werden hier auf Kreisebene folgende Lehrgänge bzw. Seminare abgehalten: – Grundausbildung – Truppführerlehrgang – Seminar Absturzsicherung – Seminar Pressesprecher Weiterhin finden Schulungen aller Stadtteilwehren u.a. für CSA-Träger und Digitalfunk statt. Besonderheit bei diesen Veranstaltungen ist, dass die Teilnehmer bei mehrtägigen Lehrgängen vom Küchenteam …

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Waschmaschine

Verschmutzte Einsatzkleidung musste bislang in eine Wäscherei gebracht werden und war somit einige Tage nicht verfügbar. Seit 2011 wird die Einsatzkleidung im Stützpunkt gewaschen und anschließend imprägniert. Nach 4 Stunden kann der Einsatzanzug wieder benutzt werden. Mittlerweile lässt auch eine externe Feuerwehr ihre Brandschutzkleidung hier waschen.

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