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Jul 17 2017

Sommernachtsfest der Freiwilligen Feuerwehr

Babenhausen – Leuchtende Kinderaugen, wohin man auch sieht: Dafür sorgt auf dem Sommernachtsfest die Freiwilligen Feuerwehr mit zahlreichen Aktionen.
 
Einmal Spritzen mit dem Schlauch oder in einem echten Feuerwehrauto sitzen: Dieser Wunsch geht beim Feuerwehrfest für viele Kinder in Erfüllung. Alexander (4 Jahre) strahlt, denn er sitzt zum ersten Mal auf dem Fahrersitz eines großen Löschfahrzeuges. Möglich ist das beim Sommernachtsfest der Freiwilligen Feuerwehr Babenhausen. „Das Fest soll allen Generationen etwas bieten und deshalb hat die Jugendfeuerwehr auch einen Stand“, sagt der Vereinsvorsitzende Bernd Pöschl. Geboten wird in der Tat viel und es kommen alle, ob alt oder jung, auf ihre Kosten.

Alexander ist mit Papa Thorben und Mama Beate Pullmann nach Babenhausen gekommen. Die drei wohnen in Groß-Zimmern, die Mutter stammt aber aus Babenhausen. „Wir wollten mal wieder einen Ausflug in meine alte Heimat unternehmen, da kam das Fest gerade recht“, sagt Beate Pullmann und Alexander mag am liebsten gar nicht mehr aus Florian Babenhausen 1-24, so ist der Funkrufname des großen Fahrzeugs, aussteigen. Schließlich lässt er sich überreden, es gibt ja noch weitere Attraktionen. Tijay (12 Jahre) ist schon ganz nass, er ist Mitglied der Jugendfeuerwehr und hat die ehrenvolle Aufgabe, die Klappen im Holzhäuschen wieder aufzustellen, die die Kinder als Übung mit dem Schlauch umspritzen. Die Nässe macht Tijay aber nichts aus, er ist bester Laune und hilft gerne mit beim großen Sommernachtsfest. „Das Fest ist in dieser Form nur möglich“, sagt Pöschl, „weil alle vier Abteilungen mithelfen.“ Es sind in drei Schichten 150 Helfer unterwegs. Das fängt bei der Jugendfeuerwehr an, die neben dem Standdienst auch noch für das Einsammeln der benutzten Gläser zuständig ist, geht über Einsatzabteilung und aktive Einsatzkräfte bis zur Alters- und Ehrenabteilung, die hinter dem Tresen beim Getränke- und Essensstand stehen. Obwohl die Feuerwehr bei ihrem Fest also personalmäßig bestens ausgestattet ist, bilden sich zu Stoßzeiten doch manchmal ein paar Schlangen, besonders beim Essen. Gar zu viele wollen auf einmal den Feuerwehr-Burger, der wohl doppelt so groß ist, wie ein normaler, ausprobieren.

Rund 1 000 Besucher haben auf den vielen Bierbänken Platz und um 19 Uhr, als auch die Livemusik beginnt, „Fun Collection“ spielt bis in die Nacht hinein, sind die meisten Plätze auch besetzt. Voll ist es auch noch, als später die Cocktailbar eröffnet wird und die Besucher neben Groß-Umstädter Wein und Bier weitere Alternativen bei der Getränkeauswahl haben. Während am Nachmittag und frühen Abend die Tanzfläche ein ideales Spielfeld für die Kinder bietet, kommen im Laufe des Abends und der Nacht immer mehr Erwachsene. Die Rhythmen von Fun Collection fließen in die Beine und viele gehen ihrem Bewegungsdrang nach.

Für die Feuerwehr ist das Fest regelmäßig ein Kraftakt, veranstalten die Blauröcke doch eine der größten Feiern in Babenhausen. „Es ist auch eine der wenigen Gelegenheiten, wo es noch Livemusik zu hören gibt“, zeigt sich Pöschl stolz. Die Arbeit der Helfer ist um 4 Uhr, wenn die letzten Nachtschwärmer ihren Heimweg angetreten haben, noch immer nicht zu Ende. Nach einer kurzen Nacht stehen sie um 9 Uhr wieder auf der Matte, schließlich muss alles auch wieder abgebaut werden.

„Wir richten ein Fest aus“, sagt Pöschl, „und da feiern wir nicht.“ Außerdem müssen zumindest die Aktiven nüchtern bleiben, sollte ein Ernstfall eintreten, helfen auch die Feuerwehren der Stadtteile, aber die Babenhäuser haben dennoch ihre Fahrzeuge so platziert, dass sie jederzeit ausrücken können. Davon merken die Gäste nichts. (bea)

Quelle: op-online.de



Gut besuchtes Sonntagnachtfest bei der Babenhäuser Feuerwehr

BABENHAUSEN – Das hat in Babenhausen Tradition: Am dritten Wochenende im Juli wird bei der Feuerwehr das beliebte Sommernachtsfest gefeiert. „Das hat bei uns wirklich seit Jahrzehnten seinen Stammplatz im Veranstaltungskalender“, meinte der Vorsitzende der Babenhäuser Feuerwehr, Bernd Pöschl. „Und unser Sommernachtsfest ist ein Familienfest und generationsübergreifend.“

120 Helfer in drei Schichten

Schon am Nachmittag war das Fest auf dem Gelände der Feuerwehr an der Seligenstädter Straße am Samstag angelaufen, tummelten sich Kinder in der Hüpfburg, versuchten sich mit Unterstützung der Jugendwehr an einer kleinen Spritze. Spätestens gegen 19 Uhr verwandelte sich der Platz am Feuerwehrstützpunkt dann in einen großen Biergarten, füllten sich die Sitzbänke unter freiem Himmel und auch in den vorsorglich aufgeschlagenen Zelten.

Da brutzelten schon Würste und Steaks, wurde am Bierstand gezapft. Und gefüllte Gläser gleich auch meterlang aufgereiht, wenn dies an einem Tisch geordert worden war. Von Hefeweizen bis zum „Radler“ war alles zu haben. Und selbstverständlich konnten bei der Feuerwehr auch Wein, Sekt und alkoholfreie Getränke bestellt werden. Man sah: Die Feuerwehr versteht zu organisieren, Abläufe zu regeln.

Und auch lange im Voraus vorzubereiten. „Wir haben hier um die 120 Leute im Einsatz. Und das in drei Schichten“, verriet der Vorsitzende des Vereins der Feuerwehr, als er vom Schlauchturm herab zufrieden auf den sich mit Besuchern füllenden Platz blickte, wo die Band „Fun Collection“ für Stimmungsmusik sorgte. Und wo bei anbrechender Dämmerung schließlich auch die „Blaulicht-Bar“ nicht nur für die Nachtschwärmer eine Anlaufstelle war.

Schon am Donnerstag war es bei der Feuerwehr, hinter der in Babenhausen um die 550 Mitglieder stehen und die als Stützpunkt-Feuerwehr rund 60 Mann in den Einsatz schicken kann, die Arbeiten zur Vorbereitung des Sommernachtsfests angelaufen. „Auch das ist für uns ein Einsatz“, meinte Bernd Pöschl schmunzelnd, der seit mehr als drei Jahrzehnten Feuerwehrmann ist. Rund 450 Stunden Einsatz kommen bei einem solchen Fest schon zusammen, rechnete Pöschl vor. Und bemerkte nebenbei auch, dass die Babenhäuser Wehr in diesem Jahr bereits mehr als 60 Einsätze hatte. Und weitaus stressigere als beim Sommernachtsfest. (Michael Prasch)

Quelle: Echo Online

 

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