Neues Hubrettungsfahrzeug der Feuerwehr Babenhausen eingetroffen

 

Die offizielle Inbetriebnahme des TGM-B 32 erfolgt nach intensiver Einweisung

 

Als Ersatz für den Gelenkmast wird in Kürze bei der Feuerwehr Babenhausen ein neues Hubrettungsfahrzeug in Dienst gestellt. Mit dieser Neuanschaffung wird der bisherige Gelenkmast ersetzt. Die Beschaffung wurde erforderlich, da das Vorgängerfahrzeug nicht mehr den Richtlinien als Hubrettungsfahrzeug entspricht und zahlreiche technische Mängel aufgetreten sind, die dazu führen, dass das Fahrzeug nur noch bedingt einsatzfähig ist.

Im Bedarfs- und Entwicklungsplan für die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Babenhausen ist eine Neubeschaffung bereits seit 2009 vorgesehen. Da den Verantwortlichen der Feuerwehr und der städtischen Gremien die Zukunftsfähigkeit des neuen Fahrzeuges ein besonderes Anliegen war, wurde eine Planungsgruppe gegründet. Während der umfangreichen Planungsphase wurden sehr intensiv Informationen beschafft und Orientierungsgespräche mit anderen Feuerwehren geführt. Oberstes Ziel war es hierbei ein komplett den Feuerwehrrichtlinien- und Bedingungen entsprechendes Fahrzeug zu beschaffen um optimale Nutzungsmöglichkeiten und größtmögliche Effizienz zu erreichen.

 

Die ersten Informationen zur geplanten Beschaffung wurden auf der Feuerwehrmesse „Interschutz 2010“ gesammelt. Zahlreiche ausgestellte Fahrzeuge und Aufbaumöglichkeiten wurden begutachtet. Anschließend wurde eine Datensammlung angelegt die über 18 Monate mit vielen  Details zu Fahrgestellen, Aufbauten und Ausstattungen angereichert wurde. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf den Einsatz als zweiter Rettungsweg (Vorschrift der hessischen Bauordnung) und die Verwendung im Altstadtbereich gelegt.

Nach Abschluss der Informationsphase wurde vom Feuerwehrausschuss und der Stadtverwaltung Fachbereich 3 – Brandschutz mit dem Erstellen der Unterlagen für die Ausschreibung begonnen. Und dann endlich war es soweit, am 27.07.2012 wurde die europaweite Ausschreibung im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Angebotseröffnung Ende August 2012 führte dann zur Kombination Fahrgestell MAN 18.340, Euro 5, 4×2 BB mit TipMatic-Getriebe und Metz-Aufbau TGM 23/12 B-32 (32 Meter Rettungshöhe mit Rettungskorb und seitlichem Leiterpark) und entspricht somit den Idealvorstellungen der Feuerwehr.

 

Im November 2012 stimmte der Magistrat dem Vorhaben zu, die Finanzierung war somit gesichert und die Bestellung konnte ausgelöst werden. Nach ca. 5 Monaten wurde das Fahrgestell von MAN an Metz in Karlsruhe geliefert wo der Auf- und Ausbau erfolgte. Die feuerwehrtechnische Beladung wird zu großen Teilen vom Vorgängerfahrzeug übernommen, was den Kostenrahmen deutlich abgesenkt hat. Diese Woche wird mit der Auslieferung gerechnet, dann wird eine intensive Schulungs- und Erprobungsphase mit insgesamt ca. 850 Stunden erforderlich um die neue Technik routiniert zum Einsatz zu bringen.[wf]